Neuseeland Teil 2

Rotorua
10.3.2006

Der Tag beginnt sonnig und wir geniessen unser Frühstück an der warmen Sonne auf der Terasse. Nach einem Strandspaziergang am schönen Strand von Tairua, wo Charlie ihr Traumhaus gesichtet hat, fahren wir weiter bis zur Mills Reef Winery bei Tauranga, wo wir einen kurzen Stopp einlegen, um eine Weinprobe zu machen. Wir probieren eine ganze Palette von Weinen - Chardonnay Reserve, Malbec Reserve, Malbec Elspeth und zum Schluss noch einen Portwein. Alles kostenlos und mit sehr freundlicher Betreuung. Während wir später am Papamoa Beach unser Sandwich essen, sehen wir plötzlich einen Vogel, der aus der Ferne wie ein kleiner Pinguin aussieht. Wir gehen näher und tatsächlich - es ist ein Pinguin! Er scheint noch sehr jung zu sein und wirkt ziemlich zerrupft und verloren. Er tut uns richtig leid. Je näher wir an Rotorua kommen, desto mehr nimmt der Gestank nach faulen Eiern zu. Rotorua und die Umgebung von Rotorua ist bekannt für ihre geothermale Aktivität. An vielen Orten daempft die Erde, brodeln Schlammtuempel und kochen Wasserloecher. Wir besuchen zuerstmal das Visitor Centre und schuetteln den Kopf ob der vielen Action- und Unterhaltungsangebote für Touristen, die es in und um Rotorua gibt. Danach schlendern wir durch die Government Gardens, eine gepflegte Gartenanlage mit 2 alten Badehäusern, die heute als Museum dienen. Waehrend in weiss gekleidete High Society Bowling spielt, dampft, stinkt und raucht es nebenan aus Fumarolen und heissen Pools. Auch in unserem Zimmer im Central Backpackers stinkt es nach faulen Eiern, wenn das Fenster geoeffnet ist. Einen Vorteil hat der Gestank ja - man kann hemungslos furzen, ohne das es jemand merkt!

11.3.2006
Wir besichtigen das Whakarewarewa Thermal Reserve in Rotorua, eine aktive Thermalzone mit kochenden Schlammtümpeln, schwefelhaltigen Quellen und Geysiren. Danach schauen wir uns noch die kostenlose kulturelle Auffuehrung an, die täglich um 12h15 stattfindet. Diese war natürlich sehr touristisch, aber trotzdem irgendwie eindrücklich, vorallem die Willkommenszeremonie, in der ein Maori-Krieger wild gestikulierend, die Augen verdrehend und die Zunge herausstreckend auf die Besucher zustürmt. Nach der Show besichtigen wir noch das nachtgebaute Maori-Dorf und die Werkstatt, in der vorallem Maori Schnitzereien hergestellt werden. Danach fahren wir wieder zu den Government Gardens und besichtigen heute das Museum in den alten Badehäusern. Gezeigt wird eine interessante Ausstellung zu der ruhmreichen Vergangenheit der Bäder und ueber den verherenden Vulkanausbruch des Tarawera, der 1886 stattfand, sowie schöne Maori-Schnitzereien.


Taupo
12.3.2006

Es regnet in Strömen. Auf der Fahrt nach Taupo wollen wir heute das Wai-O-Tapo Thermal Wonderland besichtigen - ein grosses Gebiet mit Schlammtümpeln, dampfenden Kratern, Sinterterassen und farbigen Pools. Das wirkt natürlich alles viel besser, wenn die Sonne scheint. Deshalb zögern wir die Abfahrt noch etwas hinaus und tatsächlich bessert sich das Wetter langsam gegen Mittag. Als wir in Wai-O-Tapo ankommen, zeigt sich sogar schon die Sonne zwischen den Wolken. Besonders gefallen haben uns der Champagne-Pool mit seinem leuchtend orangen Rand und der giftgrüne Pool, dessen Farbe vom darin gelösten Arsen stammt. Auf der Weiterfahrt nach Taupo haben wir uns noch die Huka Falls angeschaut, bei denen uns vorallem die tiefblaue Farbe des Flusses gefällt. Taupo ist, zusammen mit Rotorua, das Zentrum der Action Sportarten auf der Nordinsel Neuseelands, in Taupo sind vorallem die sehr günstigen Tandem-Fallschirmsprünge bei jungen Travellern beliebt. Entsprechend gehören wir in der Rainbow Lodge wiedermal so ziemlich zu den ältesten Bewohnern.

13.3.2006
Zuerst reservieren wir den Shuttle-Bus für den Tongariro Northern Circuit, ein 3-tägiges Trekking, das wir machen wollen, und kaufen den Hüttenpass im Visitor Center, den man braucht, wenn man in den Berghütten übernachten will. Danach besichtien wir Craters of the Moon, ein weiteres Thermalgebiet, das erst in den 1950-er Jahren entstand, nach dem Bau eines geothermischen Kraftwerkes in der Nähe. Man läuft vorbei an heftig dampfenden Loechern und Fumarolen. Das ist zwar eindrücklich, aber kommt bei langem nicht an Wai-O-Tapu heran. Am Abend kaufen wir noch unseren Trekking Proviant ein und packen die Rucksäcke fuer den Tongariro Northern Circuit.


Tongariro Norhern Circuit
14. - 16.3.2006

Wenigstens während dem Tongariro Northern Circuit stand das Wetter auf unserer Seite - wir hatten 3 Tage lang sehr schönes und warmes Wetter. Um 06h20 wurden wir von Alpine Scenic Tours in der Rainbow Lodge in Taupo abgeholt. Bis der Bus alle Leute in den diversen Hostels, Hotels und Motels in Taupo und Turangi abgeholt hat wird es gegen 9 Uhr, bis wir endlich in Mangatepopo, dem Ausgangspunkt der Wanderung, ankommen. Der erste Teil des Tongariro Northern Circuit ist grösstenteils identisch mit dem Tongariro Crossing, einer der beliebtesten Tageswanderungen Neuseelands. Das wussten wir natürlich, sind aber dennoch schockiert über die vielen Reise- und Transferbusse, die Hunderte von Wanderern ausladen. Da unser Bus einer der letzten ist, gehen wir es langsam an, und wandern der grossen Masse hinterher. In der Ferne sehen wir, wie sich die Massen im Schneckentempo den Hang hinaufschieben. Die erste Tagesetappe führt durch vulkanisch karge Landschaft zu den Höhepunkten der Wanderung, dem Red Crater mit seinen dampfenden Fumarolen am Kraterrand, den Emerald Lakes und dem Blue Lake. Einige Wanderer machen auch den Sidetrip auf den Gipfel des Mount Ngauruhoe (Schicksalsberg im Film Herr der Ringe). Bei den Emerald Lakes zweigen wir ab und verlassen die Route des Tongariro Crossing. Der Weg führt weiter durch eine surreale Lavawüste bis zur Oturere Hut. Wir sind die ersten Wanderer, die dort ankommen und können uns unser Bett noch aussuchen, doch bis zum Abend füllt sich die Hütte bis zum letzten Schlafplatz (22 Plaetze). Die Hütten hier haben zwar einen Hüttenwart, doch man kann hier kein Essen kaufen. Es steht zwar Gas zum kochen zur Verfügung, aber das Kochgeschirr muss man selbst mitnehmen. Die Hütte ist voll mit Australiern aus Melbourne. Wegen den Commonwealth Games, die dort stattfinden, wurden die Schulferien so verschoben, dass sie gleichzeitig wie die Commenwealth Games sind und diese Gelegenheit nuetzten viele, um mal ausserhalb der üblichen Feriensaison zu verreisen. Unser nächstes Etappenziel ist die Waihohonu Hut. Die Wanderung führt in ca. 2.5 Stunden durch Lavawüste und später durch Südbuchenwald. Den Rest des Tages verbringen wir gemütlich am Fluss, geniessen die Sonne und machen einen Abstecher zur Ohinepango Spring, einer Quelle, deren Wasser in einen glasklaren Fluss dunkelgrüner Farbe mündet. Die Hütte füllt sich bis am Abend so, dass einige Leute am Boden schlafen müssen. Der Hüttenpass fuer 20 NZD pro Person und Nacht garantiert einem keinen Schlafplatz in einem Bett. Am nächsten Tag nehmen wir die letzte Etappe bis nach Whakapapa in Angriff. Sie dauert ca. 5.5 Stunden und wir machen unterwegs Abstecher zur alten Waihohonu Hut, zum Lower Tama Lake und den Taranaki Falls. Whakapapa liegt am Fusse des Vulkans Ruapehu, der 1995/1996 zum letzten Mal ausgebrochen ist. In Whakapapa nehmen wir den Shuttlebus zurück nach Taupo. Wir geniessen die Aussicht - die Landschaft um den Nationalpark sowie den Lake Taup sieht im Abendlicht wunderschön aus.

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