Cotopaxi

So,14.11.99
Am Vormittag fahren die Cotopaxi-Besteiger zum Cotopaxi-Nationalpark und nach einer Mittagsrast an der 4000m hohen Laguna de Limpiopungno am Fusse des Cotopaxi gehen wir vom Parkplatz zur 4800m hohen Refugio, wo wir für die kurze Nacht unser Quartier beziehen.Am Nachmittag machen wir mit unserem Bergführer noch einen kleinen Kletterkurs auf dem Eis, damit wir für die Tour auch richtig vorbereitet sind.
Hier noch ein paar Tips zm Berg: Die Besteigung der perfekten, schneebedeckten "Pyramide" des Cotopaxi ist aus technischer Sicht als einfach aber konditionell fordernd zu bezeichnen. Der Aufstieg beginnt normal um 01.00 in der Nacht und dauert 6-7 Stunden (bei sehr guten Verhältnissen und guter Kondition geht's auch in etwa 5 Stunden), für den Abstieg benötigt man normalerweise etwa 3 Stunden. Die erste Stunde geht man einen eisfreien Geröllhang hinauf, dann folgen einige ebenmäßige schnee-, und eisbedeckte 30-35 Grad Anstiege, bis man schließlich auf 5180 m den Gletscherrand erreicht. Dann folgt ein etwas komplexeres Stück Gletscher. Hier sichert man sich an möglichen Schneebrettern vorbei, umgeht große Gletscherspalten und steigt steile Hänge herauf. Auf dem Weg durch das Gletscherfeld passiert man Eishöhlen mit 2 Meter langen Eiszapfen und den Fuß der imposanten, 122 m hohen Felswand Yanasacha (quichua: wilder schwarzer Ort). Die Wand wird westlich umgangen, es folgt für die letzten 200m Höhe ein sehr steiler und anstrengender 35-40 Grad Anstieg zum oberen Gletscher. Von dort aus folgt man nur noch einem Grat, der einen schließlich auf den zweit höchsten Gipfel Ecuadors führt. Auf dem letzten Stück des Aufstiegs bietet sich ein traumhafter Anblick, wenn das Licht der Morgendämmerung auf dem frischen, trockenen Pulverschnee funkelt und die bizarren, kronleuchterähnlichen Eisformationen langsam aus dem Dunkel auftauchen. Nach und nach öffnet sich dem Betrachter der atemberaubende Ausblick auf das Amazonas-Tiefland im Osten, angeleuchtet von der aufgehenden Sonne, die den Himmel in bunte Farben taucht. Wenn das Wetter es gut meint, erschließt sich ein sagenhafter Rundblick auf das Zentrale Hochland und 9 weitere Gipfel: Chimborazo, Antizana, Iliniza und Cayambe scheinen zum greifen nah zu sein. Doch auch bei nicht ganz klarer Sicht wird man ein unvergeßliches Bild mit nach Hause nehmen: Der tiefe Einblick in den 300 m tiefen dampfenden Gipfelkrater.
Mo,15.11.99
Die Nacht ist kurz, kalt und sehr unangenehm in dieser Höhe. Um 23.30 werden wir "geweckt" mit der guten Botschaft, dass das Wetter klar und windstill ist.Nach dem "Frühstück" um Mitternacht gehen etwa um 00.45 los. Nach etwa einer Stunde sind wir am Einstieg zum Eis. Wir bilden drei Seilschaften, ich gehe mit Felix1, Felix2 und unserem Bergführer Oso.Wir gewinnen sehr schnell an Höhe, was uns jedoch eine Menge Kraft kostet. Je weiter wir kommen, umso langsamer werden unsere Schritte. Bei der Felswand Yanasacha bin ich schon ziemlich geschafft und uns steht noch der schlimmste (steilste) Teil bevor. Aber als dann die Dämmerung langsam anbricht verhilft uns dies zu neuen Kräften und wir erreichen kurz nach Sonnenaufgang um 06.10 den Gipfel des Cotopaxi. Der super Ausblick entschädigt voll und ganz für die Strapazen. Nach etwa 20 Minuten verlassen wir den Gipfel (es ist ziemlich kalt) und machen uns auf den genauso anstrengenden Rückmarsch. Um zirka 9 Uhr erreichen wir kapputt aber glücklich das Refugio, wo eine warme Suppe auf uns wartet.

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